Innovationsaward für Bauwerkintegrierte Photovoltaik

Start der Ausschreibung

Der Erfolg des ersten Awards 2018 mit über 50 Einrei­chungen hat die TPPV bestärkt, diese Idee fortzusetzen. „Mit der Auslobung des 2. Österreichischen Innova­tionsawards für Bauwerkintegrierte Photovoltaik möchten wir einen Impuls setzen, um Photovoltaik am Gebäude zu einem Standard zu entwickeln. Ziel ist es, zukünftig bei jedem Neubau und jeder Renovierung die auf das Gebäude einfallende Energie zu nutzen. Österreich kann seine Architekturtradition nutzen und durch die Verbin­dung von energetischer Opti­mierung und gestalterischen Lösungen ein globaler Vorreiter für solare Ar­chitektur zu werden“, erklärt DI Hubert Fechner, Obmann der TPPV anlässlich des Starts des Awards. DI Theresia Vogel, Geschäftsführerin des Klima- und Energiefonds ergänzt: „Beim Innovationsaward für Bauwerkin­tegrierte Photovoltaik treffen Nachhaltigkeit, Innovation und Architektur perfekt aufeinander. Der Klima- und Energiefonds unterstützt den Award, um besonders interes­sante Lösungen mit Leuchtturmcharakter vor den Vorhang zu holen, die beweisen, dass auch architektonisch anspruchsvol­le Bauwerke mit gebäudeintegrierter Photovoltaik möglich sind. Und um schlussendlich auch das Bewusstsein in der Be­völkerung für die Energiewende weiter zu stärken.“ 

Gebäude als Schlüssel zur Energiewende

Gebäude benötigen etwa 40% des Gesamtenergiebedarfs in Österreich und sind damit große Energieverursacher. Allerdings können Bauwerke aber auch Energielieferanten sein, wenn dafür die Gebäudehülle genutzt wird. Hier liegt enormes Potential für großflächige Sonnenstrom-Erzeugung. PV-Zellen müssen daher zukünftig in Fassaden, Dächer, Fenster, Sonnenschutzeinrichtungen, Lärmschutzwände und andere Gebäude- und Bauwerkbestand­teile integriert werden. Dabei ermöglicht deren archi­tektonische Integration neben einer möglichst großflächigen Nutzung von Solarenergie auch eine ästhetisch ansprechende Gestaltung. Dementsprechend muss Bauwerkintegrierte Photovoltaik als Teil der Ge­bäudehülle schon in frühen Phasen der Planung mitberücksichtigt werden. Viele österreichische Unternehmen bieten eine Vielzahl an BIPV-Produkten mit unterschiedlichsten Gestaltungselementen (Größe, Farbe, Form, etc.) an. 

Fundamentaler Wandel ist bereits vorgezeichnet

Der Weg des fundamentalen Wandels der Gebäude von einem Hauptenergieverbraucher hin zu einer der Hauptquellen unserer Stromerzeugung ist daher bereits vorgezeichnet. Vorgaben seitens der Gesetzgebung über die um­fassende Nutzung und die aktive Erzeugung von Energie am Gebäude durch Bauwerkinte­grierte Photovoltaik müssen daher so selbstverstän­dlich werden, wie die Vorgabe zum Umgang mit Abfall und Abwasser im Gebäude. Voraussetzungen dafür sind die weitere Erforschung technischer Lösungen, die Investition in entsprechende Ausbildung, das Errichten von Leuchtturmprojekten, Informationsoffensiven, die Anpassung der Normung, und vor allem auch die Schaffung von gesetzlichen Maß­nahmen und Anreizsystemen. 

Über den Innovationsaward für Bauwerkintegrierte Photovoltaik

Unterstützt wird der 2. Innovationsaward für Bauwerkintegrierte Photovoltaik vom Klima- und Energiefonds, dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, dem Bundesverband Photovoltaic Austria, der ecoplus. Niederösterreichs Wirtschaftsagentur GmbH sowie den Innsbrucker Kommunalbetrieben. 

Projekteinreichungen sind ab sofort bis zum 10. Februar 2020 online unter www.pvaustria.at/bipv-award möglich. Alle Architekten, Bauherren, Planer, Eigentümer und Unternehmen – privat oder gewerblich, industriell oder öffentlich sind eingeladen, ihre bauwerkintegrierten PV-Projekte einzureichen. Ein Österreichbezug der Projekte ist wichtig, jedoch muss der Standort nicht in Österreich sein.

Eine internationale Jury aus den verschiedenen Fachbereichen wählt die innovativsten Photovoltaik-Projekte aus. Die feierliche Verleihung des Awards findet im Rahmen des PV-Kongresses des Bundesverbands Photovoltaic Austria, am 19. März 2020 in Wien, statt.

Quelle: Herta-Hurnaus / Kategorie: Büro-Neubau: Gewinnerprojekt: Püspök Bürogebäude, Parndorf, A Eingereicht von ad2 architekten | Module ertex solar