Brenner-Basistunnel-Gesellschaft

Neuer Vorstand

Mit der Neubestellung des Vorstands ist höchste Kompetenz und Kontinuität beim wichtigsten europäischen Verkehrsprojekt garantiert. Der Brenner-Basistunnel (BBT) ist eines der wichtigsten Bauprojekte der Gegenwart. Die längste unterirdische Eisenbahnverbindung der Welt, mit der die Regionen nördlich und südlich des Brenners nahtlos miteinander verbunden werden, wird das Kernstück der neuen Brennerbahn zwischen München und Verona. Zudem ist der Brenner-Basistunnel eines der wichtigsten Umweltschutzprojekte Europas, denn ohne Bahn können die Klimaziele nicht erreicht werden. Eine Tonne Güter auf der Schiene verursacht 21mal weniger CO2 als auf der Straße – und die Bahn boomt, wenn das Angebot stimmt.

Für den alpenquerenden Güterverkehr ist der Brenner-Basistunnel ein ebenso attraktives Angebot. Das Projekt hat enorme Bedeutung für die gesamte Wirtschaft Europas. Wie wichtig dieser Tunnel für die Menschen entlang der Brennerstrecke in Italien und Österreich ist, zeigt eine dramatische und höchst besorgniserregende Zahl: Fast 2,5 Millionen Lkw überquerten im vergangenen Jahr den Brenner. Das sind mehr Lkw als über die Alpenpässe der Schweiz und Frankreich zusammen. 

Der BBT kommt vielen zukünftigen Generationen zugute. Selbstverständlich betreiben die italienischen und Europäischen Partner dieses gewaltige Vorhaben mit aller Professionalität, mit der Stabilität und Kontinuität, die möglich ist und erwartet werden kann - im Sinne des Projekts, der Menschen, die seit vielen Jahren daran arbeiten, der Anrainer und natürlich im Interesse der Steuerzahler. Der Aufsichtsrat der Brenner-Basistunnel (BBT)-Gesellschaft freut sich außerordentlich, dass mit den beiden neuen Vorständen Gilberto Cardola und Martin Gradnitzer (bis zur formellen Bestellung interimistisch) der für Europa so wichtige Brenner-Basistunnel mit frischem Schwung und voller Kraft fortgesetzt wird. Bald haben wir die Hälfte der insgesamt rund 230 Kilometer des Systems inklusive Erkundungs- und Rettungsstollen ausgebrochen, überall kommen wir gut voran und lösen auch die schwierigsten Aufgaben, die uns der Berg stellt. 2028 soll es dann soweit sein, dass die ersten Züge durch die längste Eisenbahnverbindung der Welt fahren und Tirol ab dann dauerhaft von der Transitlawine entlasten. 

Seit 2006, dem Jahr, in dem Österreich, Italien und die EU das Projekt gemeinsam begonnen haben, wurde viel erreicht. Dies ist auch ein Verdienst des scheidenden Vorstands, Konrad Bergmeister und Raffaele Zurlo, denen das Unternehmen, die ÖBB, die RFI, Österreich und Italien, zu großem Dank verpflichtet sind. Beiden Vorständen ist es gelungen, die Ausschreibungen und Bauarbeiten nördlich und südlich des Brenners voranzutreiben und das Projekt zu einem Leuchtturm der großen europäischen Transitachsen zu entwickeln - der Brenner Basistunnel gilt als Nummer 1-Projekt des transeuropäischen Verkehrsnetzes (TEN). Das Projekt Brenner-Basistunnel ist auf einem guten Weg. Nach dem derzeitigen Kenntnisstand und den periodischen externen Überprüfungen befinden sich alle Baulose innerhalb des vom Aufsichtsrat genehmigten Kostenrahmens. Die beiden neuen Vorstände Martin Gradnitzer und Gilberto Cardola sind ausgewiesene Fachexperten der österreichischen und italienischen Bahngesellschaften. Sie werden ihre Tätigkeiten unmittelbar mit 18. September 2019 aufnehmen und das grenzüberschreitende Projekt gemeinsam und im europäischen Geist vorantreiben.

Quelle: ÖBB/Michael Fritscher / Martin Gradnitzer, Österreich (re.) und Gilberto Cardola, Italien (li.)